Wir auf ewig
aus seiner Sicht

Der folgende Text wurde von Franz Josef verfasst:

Kennen gelernt haben wir uns auf eine doch eher ungewöhnliche und vielleicht auch etwas lustige Art und Weise.

Wir waren beide auf einem - nun ja, zugegebener Maßen - nicht ganz jugendfreien Dating-Portal unterwegs. Dort hatten wir uns eigentlich nur angemeldet weil wir etwas Spaß und Abwechslung suchten.

Am 11.12.2011 - einem Sonntag - bin ich irgendwann beim surfen auf ein Profil gestoßen, das ich mehr als ansprechend fand.

 

nämlich auf Christina´s Profil.

 

Das erste was mir da ins Auge gesprungen ist war ihr Profilbild. Das war so ganz untypisch für die ganzen Platformen dieser Art. Nämlich einfach nur ein Portraitfoto. Und noch nicht einmal ein besonders gutes, sondern so ein typisches Handyfoto. Aber ich war so fasziniert, dass ich mir dann sofort ihren gesamten Profiltext bis zum letzten Buchstaben durchgelesen und ihn förmlich aufgesaugt habe.

Natürlich habe ich mir dann auch noch ihre restlichen Bilder angeschaut. Und auch die waren in keinster Weise eindeutig sexlastig. Besonders aber ein Bild hatte es mir ganz besonders angetan. Da stand eine wirklich süße Frau in einem kurzen schwarzen Strickkleid und Hausschuhen in ihrem Flur. Und ich hätte mir in diesem Moment nichts mehr gewünscht, als mit dieser Frau zusammen zu sein.

Die Entfernungsanzeige im Programm wies allerdings weit über 300 km Entfernung aus. Deshalb machte ich mir natürlich keinerlei Hoffnungen, dass es inrgendwie dazu kommen würde, diese meine Traumfrau jemals persönlich kennen zu lernen. Aus diesem Grund habe ich sie dann auch gar nicht direkt angeschrieben, sondern einfach nur einen netten Eintrag in ihrem Gästebuch hinterlassen.

Unter ihren Bildern gab es übrigens ein Foto, auf dem sie sehr stolz ihre wunderschönen Beine präsentierte. Und zu eben diesem Bild konnte ich mir, in dem von mir anschließend gemachten Eintrag in ihrem Gästebuch, eine scherzhaft-gemeine Bemerkung nicht verkneifen. Ich habe einfach behauptet, dass meine Beine noch viel schärfer seien als die ihren.

Die Quittung bekam ich dann natürlich prompt am folgenden Tag. Nämlich einen genauso lieben Eintrag. Und einen ebenso freundlich-bösen Seitenhieb.

Ab dem nächsten Tag entwickelt sich ein sehr reger Schriftverkehr zwischen uns. Vorerst per Privatnachrichten auf der Plattform und im Chat. Aber auch die ersten Emails werden gewechselt. In denen wir vor allem unsere Telefonnummern austauschen. Allerdings habe ich ihr dabei auch sofort versprochen, dass ich sie nicht anrufen werde solange sie es mir nicht ausdrücklich erlaubt. Oder sie mich selbst das erste Mal angerufen hat. Dies hielt ich für unbedingt angemessen, da sie Probleme mit ihrer Stimme hat.

Aber schon am folgenden Tag, dem dritten nach meinem „böse-lieben“ GB-Eintrag, konnte ich dann endlich feststellen, dass ich ihre Stimme liebe. Und zwar genau so, wie sie ist. Am frühen Abend war es nämlich dann mein Schatz,die allen Mut zusammen genommen und sich durchgerungen hat, meine Nummer zu wählen. Und wir waren beide unendlich glücklich und gelößt an diesem Abend. Wenn ich dann auch in dieser, wie auch in den folgenden Nächten nicht wirklich schlafen konnte.

Von nun an telefonierten wir täglich. Meist stundenlang – mit stetig steigender Tendenz. Irgendwann haben wir es dann mal auf fast 9 Stunden am Stück gebracht. Die einzige kurze Unterbrechung kam daher, dass meine Süße ihre Akkus wechseln musste. Ab dieser Zeit tauschten wir dann auch schon mal die ersten Familienfotos aus.

m

m

Am Mittwoch vor Weihnachten war es dann endlich soweit.

Ich hatte zwar am Morgen noch mal einen Arzttermin, freute mich aber schon beim aufstehen wie ein kleines Kind. Nämlich darauf, dass ich meinen Schatz das erste Mal in den Arm nehmen und fest an mich drücken konnte. Denn an diesem Nachmittag sollte Christina „endlich“ zu mir kommen.

Sie hatte sich bereits am frühen Vormittag auf den Weg gemacht. So etwa um 14 Uhr klingelte dann mein Handy und sie teilte mir mit, dass sie schon von der Autobahn runter und in ein paar Minuten bei mir sein wird. So schnell war ich noch nie zuvor vor dem Haus auf der Straße wie in diesem Moment.

Mit Hausschuhen stand ich schließlich draußen und wartete fieberhaft, dass sie endlich vorfahren würde und ich sie umarmen und küssen konnte. Als sie dann endlich im Hof aus dem Wagen stieg war das für mich das Schönste, was ich in diesem Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen wollte. Und das schon 3 Tage vor Heilig Abend.

 

 

 

 

 

zuletzt aktualisiert: 05.10.2014 00:06:07

Nach oben


nPage.de-Seiten: Proud of Halliwell | Kunst in Acryl